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Die Allzweckwaffe der Feuerwehr

Nein, das war kein Einsatz am Rathaus – die Feuerwehr stellte am Dienstagabend ihre beiden neuesten Fahrzeuge vor: das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Abteilung Emmendingen und dessen "kleinen Bruder" in Kollmarsreute.

Schlüsselübergabe HLF

EMMENDINGEN. Nur der Name Hilfeleistungslöschfahrzeug ist etwas sperrig bei dem neuen Feuerwehrfahrzeug. Ansonsten ist es universell einsetzbar: Es ist in Notfällen als Erstes vor Ort – was es seit August schon mehrfach gezeigt hat.

Am Dienstagabend übergab Oberbürgermeister Stefan Schlatterer formell die Schlüssel für das fast 400 000 Euro teure Fahrzeug (94 000 Euro gab’s als Zuschuss) an Stadtkommandant Ralf Kesselring, der es als "unsere Allzweckwaffe" bezeichnete: Denn es ist für nahezu alle Einsatzlagen ausgerüstet, verfügt über Wassertank (wichtig bei Fahrzeugbränden auf der Autobahn), Spreizer und viele weitere Geräte. Der kleine Bruder steht seit Juli in Kollmarsreute und war im Rathaushof auch zu besichtigen; er dient auch der Umsetzung des neuen Konzeptes, mit dem die Feuerwehr gewährleisten will, dass auch tagsüber immer genügend Leute für den Einsatz verfügbar sind.

"Die Verfügbarkeit tagsüber ist mittlerweile das größte Problem", sagte Kesselring bei der Übergabe. "Aber wir sind da noch recht gut dran – als 2013 der Bombenalarm im Ramiegelände war, haben wir 80 Leute zusammenbekommen, das ist ordentlich." Ein dickes Lob gab’s vom OB: "Ohne euch geht es nicht – und das einzige, was die Stadt tun kann, ist, zu einer anständigen Ausstattung beizutragen."

 


Quelle: bz-online / Sylvia-Karina Jahn

 

Werkfeuerwehr des Zentrum für Psychiatrie hielt Großübung ab – 165 Kräfte im Einsatz Beteiligung vom Deutschen Roten Kreuz und Feuerwehr Emmendingen – Stellvertretender Werkfeuerwehrleiter Burst: "Übung wichtig für neue Konzepte!“

Mit Fluchthauben zum Schutz vor Rauch wurden die „Patienten“ evakuiert. Bei „bettlägerigen Personen“ kamen Rettungsmatten und sogenannte „Evac Chairs“ (tragbare Rollstühle) zum Einsatz. In und am Neubau für Alterspsychiatrie im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen (ZfP) probte die Werkfeuerwehr mit einer Großübung am frühen Abend den Ernstfall. Es wurde ein Brand auf der Photovoltaikanlage angenommen, der auf zwei Elektroverteiler übergriff.

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Außer den bei dem Brand Verletzten galt es, etwa 25 unverletzte, aber bettlägerige Personen zu bergen.

Neben 45 Kräften der Werkfeuerwehr waren 90 Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Einsatz. Hinzu kamen 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Emmendingen. Aufgrund eines realen Einsatzes in der Wiesenstraße kamen diese etwas später zu der Großübung. 


„Wir werden von der Übung bestimmt ein gutes Feedback aller Beteiligten bekommen“, resümierte Martin Burst (Stellvertretender Leiter der Werkfeuerwehr und Leiter der technischen Einsatzgruppe). 
„Übungen wie diese sind für uns zur Erstellung neuer Rettungskonzepte enorm wichtig. Das heutige Szenario war für uns sehr wertvoll und bringt sowohl uns als auch das Deutsche Rote Kreuz sehr viel weiter!“.


Um 18 Uhr wurde der angenommene Alarm ausgelöst. Kurz darauf traf Uli Hofmaier (Leiter der Werkfeuerwehr) ein, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Die Brandsimulation betraf je einen Elektroverteiler im Flur und auf der Station im ersten Stock. 

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Zugmaschine eines mit 35000 Litern Kraftstoff beladenen Tanklastzuges fängt Feuer

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Auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Riegel und Teningen in südlicher Richtung, geriet ein mit ca. 35.000 Litern Benzin und Diesel beladener Tankzug bei der Auffahrt auf die Autobahn in Brand. Um 00:41 Uhr wurde die Feuerwehr Abteilung Emmendingen komplett alarmiert, zusätzlich wurde umgehend die Abteilung Wasser mit einem weiteren Tanklöschfahrzeug nachalarmiert. Ebenfalls auf der Anfahrt war der stellvertretende Kreisbrandmeister Karl Weiß, der auf Grund weiterer Meldungen die Feuerwehren Endingen und Kenzingen nachalarmieren lies.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Zugmaschine bereits in Vollbrand und das Feuer drohte auf den Tankauflieger überzugreifen, an dem bereits eine Tankkammer durch das Feuer durchgebrannt war. Daraufhin wurde mit einem massiven Schaumangriff das Feuer eingedämmt und zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung die Feuerwehren Teningen (mit Gefahrgutzug) und Herbolzheim alarmiert. Mit allen eingesetzten Kräften konnte ein Übergreifen des Feuers auf den kompletten Tankzug verhindert werden. Während der Löscharbeiten waren beide Richtungsfahrbahnen komplett gesperrt und der Verkehr in Riegel bzw. Teningen ausgeleitet. 


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Der massive Einsatz aller Feuerwehren zeigte Wirkung und bereits um 01:07 Uhr konnte „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden und nach einer Stunde „Feuer aus“. Nach dem Ablöschen des Tankzuges war ersichtlich, dass durch die Hitze des Feuers die Tankhülle bereits beschädigt und zum Fahrerhaus hin ein großes Loch entstanden war, das sich jedoch oberhalb des Flüssigkeitsstandes befand und dadurch keine Treibstoff auslief. Lediglich der eigene Fahrzeugtank war so stark beschädigt, dass aus diesem noch ca. 70 Liter Dieselkraftstoff abgepumpt werden musste.

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