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Allrounder Feuerwehr ist alle 30 Stunden im Einsatz

Die Emmendinger Kernstadtwehr rückte 2017 zu 284 Einsätzen aus / Darunter waren 45 Brände / Schwere Einsätze bei Unfällen.

EMMENDINGEN (gkv). Die Kernstadtwehr Emmendingen rückte 2017 zu 284 Einsätzen. "Dabei wurden 21 Personen gerettet, für acht Personen kam jede Hilfe zu spät", sagte Schriftführer Patrick Kleiser in der Hauptversammlung der Foto: G. VoßFeuerwehrabteilung Emmendingen.


Durchschnittlich alle 30 Stunden wurde die Abteilung alarmiert, im Schnitt waren zwölf Mann im Einsatz. Die Abteilung ist auf zwei weibliche und 66 männliche Kameraden angewachsen. Kommandant Ralf Kesselring wies darauf hin, dass neu zwei weitere Kameraden mittlerweile hinzugekommen sind. Die Anzahl der Quereinsteiger stieg, die dann auch die Grundausbildung auf sich nehmen.

Das Aufgabengebiet der Feuerwehr ist vielfältiger geworden. Sie ist zum Allrounder geworden. "Unsere Stadt verändert sich", sagte Ralf Kesselring. Wenn Emmendingen wachse, gelte es auch für Feuerwehr. Insbesondere im Blick auf weitere Einsatzbereiche, mehr Technik und mehr Schulung für die Feuerwehrleute. All dieses müsse in Einklang mit Familie und Freizeit gebracht werden. Ralf Kesselring lobte das Zusammenspiel mit Stadt, Polizei und DRK. "Nur wenn man zusammenhält, kann man dies leisten." Auch die Investition in neue Technik, wie in die neue Funkzentrale, sei wichtig.

45 Einsätze waren Brandeinsätze, vier Menschenrettungen, fünf Gefahrguteinsätze, 22 Öl-Einsätze, 24 Tierrettungen, 17 Insektenbekämpfungen und 24 Unwettereinsätze. Es gab 17 blinde Alarme und einen böswilligen Alarm. Was in der Statistik auffällt, ist, dass die Feuerwehr zu vielen Autobränden, aber auch zu zahlreichen Unfällen ausrückte. Etwa am 18. März 2017 als auf der A5 zwei Kleintransporter, darunter einem Mannschaftswagen des DRK-Ortsverein Teningen miteinander kollidierten, eine Kameradin des DRK starb noch an der Unfallstelle. Und am 26. November verlor eine 31 Jahre alte Frau und Mutter von zwei Kindern ihr Leben. "Sie war beim Versuch, über das Dach in ihrer verschlossene Wohnung in der Emmendinger Innenstadt zu gelangen, abgestürzt", so Patrick Kleiser. Es sind gerade diese Einsätze und die Konfrontation mit Leichen und Blutlachen, "die man ansprechen soll", sagte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer. Es gehe nicht mehr nur um das Löschen. "In der Summe war es ein ganz umfangreiches Jahr, was Sie geleistet haben, auch im Dienste der Bevölkerung", sagte Schlatterer und lobte die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr.


Beim Tag der offenen Tür auf dem Betriebsgelände an der Elz, kombiniert mit dem Entenrennen des Lions-Clubs, kamen einige tausend Besucher. Die Doppelveranstaltung wurde zum Riesenerfolg, so Patrick Kleiser. Finanziell standen Einnahmen von rund 41 900 Euro Ausgaben in Höhe von etwa 42 300 Euro gegenüber, so dass der Kontostand zum Ende des Jahres auf etwas mehr als 25 000 Euro sank. Musikalisch umrahmt wurde die Hauptversammlung durch das Ensemble "Heiligs Blechle".

Der Förderverein der Feuerwehr verbuchte Einnahmen in Höhe von knapp 8500 und Ausgaben von mehr als 15 600 Euro, darunter eine Wärmebildkamera, ein Schnelleinsatzzelt und Sporttrikots für Jugendwehr und Aktive. Auch an der Ausrüstung der Jugendwehr beteiligt sich der Förderverein. Die Zahl der Jugendlichen stieg auf 60, somit steige auch ihr Bedarf, so Kesselring.

Ehrungen: Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Hermann Bührer (seit 1982 dabei, und langjähriger Zugführer des 3. Zuges) und Ulrich Held (seit 1970 dabei, langjähriger Atemschutzausbilder und Feuerwehrelektriker). Ehrung für 15 Dienstjahre: Sergej Harsch, Sebastian Koch, Christian Lassahn.

Wahlen: Dennis Schmieder wurde einstimmig zum neuen Rechner gewählt und wird Nachfolger von Fabian Marquardt.

Beförderungen: zum Feuerwehrmann: Lucas Herrigel, Oberfeuerwehrfrau: Vanessa Kleiser, Hauptfeuerwehrmann: Pascal Heß, Löschmeister: Daniel Giesin, Christian Rehm.

 

 

Quelle: bz-online / Foto: Georg Voß