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Hochwasser: Landkreis Emmendingen kommt glimpflich davon

Mal keine Brand-, sondern eine Wasserwache hielten die Feuerwehren im Kreis Emmendingen in den ersten Stunden des 5. Januars. Sie kontrollierten vor allem die Dämme der Elz.

147799252-h-720EMMENDINGEN. Nach dem Sturm kam das Wasser, Regenfälle haben Flüsse und Bäche in ganz Südbaden anschwellen lassen: Der Kreis Emmendingen kam vergleichsweise glimpflich davon. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag rückten zahlreiche Feuerwehren aus, um die Dämme an der Elz zu kontrollieren. Das teilt Karl Weiß, stellvertretender Kreisbrandmeister mit.


"Aktuell fallen die Pegel", sagt Weiß am Freitagmittag. Der Leopoldskanal in Riegel erreichte in der Nacht einen Pegelstand von 3,40 Meter, wie Weiß mitteilte. Ab einem Wert von 3,10 Meter in Riegel kontrolliere die Feuerwehr die Dämme. "Vom hinteren Elztal bis nach Rheinhausen habe ich die Dammkontrolle angeordnet", sagt Weiß. Bei Riegel sei die Gefahr im Bereich der unteren Elz am höchsten gewesen. Dreisam und Elz kommen bei der Firma Zikun Fahrzeugbau und der ehemaligen Brauerei zusammen. "Das Glück war, dass von der Dreisam nicht so viel Wasser kam", sagt Weiß. Vorteilhaft sei zudem gewesen, dass wenig Treibholz im Wasser schwamm, so Weiß. Das verkeile sich häufig an den Brücken und ein Rückstau entstehe. In der Nacht habe zudem der Regen nachgelassen. "Wir sind einigermaßen gut weggekommen", fasst der Kommandant der Kenzinger Feuerwehr zusammen. Die Leitstelle frage die Pegel ständig ab. "Wenn es heute Nacht nochmal regnet, kann dasselbe Spiel nochmal von vorne losgehen", mahnt er.

Die Dammkontrollen begannen bei der unteren Elz um 0.30 Uhr. Weiß erläutert das Vorgehen: Vier Feuerwehrmänner laufen den Damm entlang, zwei auf jeder Seite. Einer oben auf der Dammkrone, einer unten. Auf diese Weise erkenne die Wehr umgehend eine Leckage im Damm. "Die letzten Einsatzkräfte sind heute Morgen um fünf Uhr nach Hause gegangen", sagt Weiß.

Im Raum Waldkirch rückten Feuerwehren um 21 Uhr aus. In der Nacht stand der Pegel der Elz in Gutach bei 2,50 Meter. Um zwei Uhr nachts kam die Entwarnung, wie die Waldkircher Gesamtfeuerwehr am Freitagmorgen mitteilte.

Für Emmendingen ist das Unwetter bisher glimpflich verlaufen: Zwar war die Feuerwehr zur Dammkontrolle unterwegs – 85 Einsatzkräfte kontrollierten nach Angaben von Kommandant Ralf Kesselring die Wasserstände an Elz und Brettenbach. Die Wehr war seit Donnerstagabend, 19 Uhr, im Einsatz, als der Pegel der Elz in Gutach die erste Hochwassermarke – 1,85 Meter – erreicht hatte. Eine Dreiviertelstunde später sperrte die Wehr die überfluteten Fuß- und Radwege unter der Six-Fours-Brücke. Um 0.36 Uhr forderte die Integrierte Leitstelle die Feuerwehr Emmendingen zur Dammkontrolle auf. Nach einer ersten Erkundung der Führungsgruppe wurden alle Abteilungen der Emmendinger Wehr alarmiert, wie Kesselring mitteilte. Kontrolliert wurde der Bereich zwischen Kollmarsreuter Wehr und Teninger Kronenbrücke, im Wesentlichen am Elzdamm. "Der war stabil", fasst sein Stellvertreter Alwin Schlegel am Freitagmorgen die Lage zusammen. Der Brettenbach war nicht auffällig angestiegen – die Feuerwehr Emmendingen kontrollierte auch den Bachverlauf bis zum Sonnenziel.

Gegen vier Uhr früh habe die Wehr dann die Zelte abgebrochen, weil seither der Pegel in Gutach sank e. Weiterhin gesperrt bleiben die Radweg-Unterführungen am Brettenbach unter der Weinstockstraße und die unter der Six-Fours-Brücke (beim Polizeigebäude). Die Sperrung soll bleiben, bis die Elz komplett in ihr Bett zurückgekehrt ist. "Im Moment sieht es ruhig aus", sagte Schlegel – was sich aber bei starkem Tauwetter jederzeit ändern könne.

Der nächste Feuerwehreinsatz hatte aber nichts mit dem Wetter zu tun, dafür viel mit Wasser: Gegen sechs Uhr früh kam ein Hilferuf aus der Schillerstraße. Diese "Wassernot" entpuppte sich jedoch als Wasserrohrbruch – die Wehr brauchte nichts zu tun.

Der Blick von der Sandomierz-Brücke in Emmendingen am Freitag gegen 12 Uhr bestätigt den Rückgang des Pegels. Am Uferrand ist Treibgut zu sehen, der Fluss verläuft einige Zentimeter tiefer.



Quelle: bz-online / Bild: Jonas Hirt