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Der Zufall wird zum Glücksfall

Die Kooperation mit dem Entenrennen beschert der Feuerwehr bei ihrem Tag der offenen Tür einen unerwarteten Andrang.

138836157EMMENDINGEN. Ein Zufall entwickelte sich zum Glücksfall. Die Emmendinger Feuerwehr hatte ihre jährliche Präsentation als Tag der offenen Tür auf ihrem Betriebsgelände an der Elz geplant. Der Lions-Club Emmendingen und die Lebenshilfe wollten das 10. Emmendingen Entenrennen am gleichen Tag abhalten. Warum nicht gemeinsam, sagten sich die Vorstandsmitglieder. Es wurde ein Riesenerfolg. Vermutlich war der Besucherandrang am Sonntag auch wegen des unsicheren Ausflugswetters so erfreulich lebhaft.

Die Schätzungen der Besucherzahl über den ganzen Tag über lagen im soliden vierstelligen Bereich, mutmaßt Feuerwehrkommandant Ralf Kesselring. Schon um elf Uhr waren die ersten Familien eingetroffen, um den Fahrzeugpark und die technischen Einrichtungen der Emmendinger Wehr in Augenschein zu nehmen. Fragen wurden ausführlich beantwortet. "So richtig was für Technik-Freaks", meinte der zehnjährige Olaf. Sein Vater stimmte ihm zu. Bei ausführlicherem Betrachten der feuerroten technischen Wunderwerke wurde von den Floriansjüngern veranschaulicht, wie sehr die Menschenrettung bei allem technischen Fortschritt Priorität hat.

Im Mittelpunkt des Interesses stand die jüngste Investition der Emmendinger Wehr, in der Fachsprache als "Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20" bezeichnet. Die Anschaffungskosten samt Rettungstechnik beliefen sich auf rund 400 000 Euro. Bedient wird es im Ernstfall von sechs oder neun Feuerwehrleuten. Es ist mit Pumpen, Druckbelüfter, Rettungsscheren und einer Scheinwerferanlage ausgestattet. Muss soviel Aufwand sein, hieß es manches Mal? Später wurde die Frage von Oberbürgermeister Stefan Schlatterer in seinem Grußwort mit einem kräftigen Ja beantwortet. Solch ein Fahrzeug verlange auch von den Feuerwehrleuten ein hohes Maß an Trainingseinheiten, um die umfangreiche Technik im Notfall und in Stresssituationen dennoch schnell und sicher zu beherrschen.

Genauso gefragt war bei den Besuchern der geländegängige Vorausrüstwagen, ein Mercedes G-Modell, der allerdings schon 15 Jahre auf dem Buckel hat und damals 150 000 Euro kostete. Für die Kinder war es ein Vergnügen, einmal am Lenkrad eines solchen Fahrzeugs zu sitzen. Für die neuen Mitglieder des Fördervereins der Feuerwehr ging es im Personenkorb mit der großen Drehleiter in 25 Meter Höhe. "Mehr schaffen wir nicht und schließlich müssen wir auch das Material etwas schonen", erzählten Christopher Weseloh und Jürgen Ziser den vielen Interessenten.

Rund 60 Wehrleute und ihre Familienangehörigen erwiesen sich an diesem Tag als Mehrkämpfer – ob an der Kuchentheke, beim Service oder beim Abwasch – alles klappte wie am Schnürchen. Gegen Mittag wurden selbst die Stehplätze im Gerätehaus und im Hof knapp. Den Nachwuchsfeuerwehrleuten war anzusehen, mit wie viel Spaß sie einen kleinen Teich aus Kunststoffmaterialien errichteten und mit ihren Gästen darauf umher schipperten. Später beim Entenrennen war etwas mehr Mut angesagt.

Feuerwehrkommandant Ralf Kesselring war gegen Ende glücklich und erschöpft: "Es ist alles super gelaufen." Genauso äußerte sich Jugendwart Wilhelm Mehler. Die Anmeldungen von zwei neuen Mitgliedern für die Jugendfeuerwehr liegen ihm schon vor, mit weiteren Interessenten ist er im Gespräch. Das Fazit von Stadtbrandmeister Ralf Kesselring: "Über eine Wiederholung dieser gemeinsamen Aktion sollten wir nachdenken."



Quelle: bz-online / Bild: D. Erggelet