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317 Mal rückte die Feuerwehr aus

Die Abteilung Emmendingen hielt im Gerätehaus Rückblick auf das vergangene Jahr / Ralf Kesselring und Alwin Schlegel in ihren Ämtern bestätigt.

EMMENDINGEN. "Die Feuerwehr Emmendingen wurde im Jahr 2016 durchschnittlich alle 27 Stunden und 30 Minuten alarmiert", berichtete Schriftführer Patrick Kleiser bei der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Emmendingen im fast voll besetzten Gerätehaus. Insgesamt rückte die Kernstadtwehr im Jahr 2016 zu 317 Einsätzen aus, darunter auch zu zwei Großbränden.

Dazu gab es neun Fahrzeugbrände, 27 Klein- und Mittelbrände und 120 Technische Hilfeleistungen klein, zum Beispiel Türöffnungen für Menschen in Not. Hinzu kamen Einsätze bei Verkehrsunfällen, Verunreinigung von Straßen und Gewässern oder Brandsicherheitswachen. "Bei den insgesamt 317 Einsätzen konnten 23 Personen gerettet werden. Für zwei Personen kam jede Hilfe zu spät", informierte Schriftführer Patrick Kleiser in seinem Bericht.

Es vergehe kein Tag, an dem nichts passiere, sagte Abteilungskommandant Ralf Kesselring. Dennoch betonte er: "Von größeren Einsätzen sind wir bis auf drei verschont geblieben." Kesselring sagte, er sei glücklich, 66 Feuerwehrleute hinter sich zu haben. Er lobte aber auch deren Familien. "Das Zusammenspiel mit der Stadt klappt reibungslos", so Kesselring weiter.


Gleich zu Beginn des Jahres 2016 kam es gegen 0.30 Uhr zu einem Großbrand in einer Wohnung in der Karl-Bautz-Straße. Die Ursache ist ungeklärt. Das Feuer griff auf den Rest des Hauses über. Aufgrund der verwinkelten Bauweise und der alten, leicht brennbaren Bausubstanz stellte die Brandbekämpfung für die rund 100 Einsatzkräfte eine große Herausforderung dar. Auch Abteilungen aus Wasser und Mundingen sowie die Drehleiter der Feuerwehr Teningen waren vor Ort. "Dies war kein einfacher Einsatz", sagte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, der die Arbeit der Feuerwehrleute lobte. "Die Überlandhilfe ist eine Selbstverständlichkeit", betonte er. Beweis dafür war auch der Großbrand bei einer Firma in Malterdingen, bei der mehrere Altfahrzeuge und zwei Container mit Reifen in Brand gerieten. Neben den Feuerwehren Malterdingen und Kenzingen waren 35 Emmendinger Feuerwehrleute im Einsatz.
Im vergangenen Jahr standen auch Schulungen für die Abteilung Emmendingen an. Die Werkfeuerwehr des Zentrums für Psychiatrie schulte sie beispielsweise im Umgang mit Evakuierungsmatratzen. Mittlerweile verfügen fast alle Kliniken und Pflegeheime in Emmendingen über diese speziellen Matratzen, die im Brandfall die schnelle Rettung gehunfähiger Menschen ermöglichen sollen.

Zu den Aufgaben der Feuerwehr gehörten auch Brandwachen wie die beim "I EM Music"-Festival. Seit dem 12. August ist ein rund 400 000 Euro teures Erstangriffsfahrzeug im Einsatz. "Es ist für alle Belange ausgerüstet und eine Bereicherung für unsere Arbeit", sagte Ralf Kesselring.

Rechner Fabian Marquardt präsentierte die Zahlen für das Jahr 2016. Den Einnahmen in Höhe von knapp 30 000 Euro standen Ausgaben von etwa 17 000 Euro gegenüber. Bei den alle fünf Jahre stattfindenden Wahlen wurde Ralf Kesselring erneut zum Abteilungskommandanten und Alwin Schlegel zu seinem Stellvertreter gewählt. OB Stefan Schlatterer würdigte dies als Beweis dafür, dass die Führung funktioniere. "Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit. Wir machen einfach gemeinsam weiter so", sagte er.

Das Ensemble "Heiligs Blechle" unter der Leitung von Harald Metzger umrahmte die Hauptversammlung.

Beförderungen: Zum Feuerwehrmann wurden Johann Gallinger, Raphael Jessen, David Lochmann, Tim Siewert und Christian Rehm befördert. Zum Oberfeuerwehrmann: Pascal Albrecht, Marcel Ehrler und Patrick Widder. Zum Hauptfeuerwehrmann: Daniel Giesin und Sebastian Koch. Zum Löschmeister: Dennis Schmieder. Zum Hauptlöschmeister: Michael Nebinger.

Ehrung: Für 15 Jahre Dienst wurde Heiko Kuenzer geehrt.



Quelle: bz-online.de