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Werkfeuerwehr des Zentrum für Psychiatrie hielt Großübung ab – 165 Kräfte im Einsatz Beteiligung vom Deutschen Roten Kreuz und Feuerwehr Emmendingen – Stellvertretender Werkfeuerwehrleiter Burst: "Übung wichtig für neue Konzepte!“

Mit Fluchthauben zum Schutz vor Rauch wurden die „Patienten“ evakuiert. Bei „bettlägerigen Personen“ kamen Rettungsmatten und sogenannte „Evac Chairs“ (tragbare Rollstühle) zum Einsatz. In und am Neubau für Alterspsychiatrie im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen (ZfP) probte die Werkfeuerwehr mit einer Großübung am frühen Abend den Ernstfall. Es wurde ein Brand auf der Photovoltaikanlage angenommen, der auf zwei Elektroverteiler übergriff.

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Außer den bei dem Brand Verletzten galt es, etwa 25 unverletzte, aber bettlägerige Personen zu bergen.

Neben 45 Kräften der Werkfeuerwehr waren 90 Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Einsatz. Hinzu kamen 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Emmendingen. Aufgrund eines realen Einsatzes in der Wiesenstraße kamen diese etwas später zu der Großübung. 


„Wir werden von der Übung bestimmt ein gutes Feedback aller Beteiligten bekommen“, resümierte Martin Burst (Stellvertretender Leiter der Werkfeuerwehr und Leiter der technischen Einsatzgruppe). 
„Übungen wie diese sind für uns zur Erstellung neuer Rettungskonzepte enorm wichtig. Das heutige Szenario war für uns sehr wertvoll und bringt sowohl uns als auch das Deutsche Rote Kreuz sehr viel weiter!“.


Um 18 Uhr wurde der angenommene Alarm ausgelöst. Kurz darauf traf Uli Hofmaier (Leiter der Werkfeuerwehr) ein, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Die Brandsimulation betraf je einen Elektroverteiler im Flur und auf der Station im ersten Stock. 

Der Führungsstab der Werkfeuerwehr übernahm daraufhin die Rahmenorganisation. Vier Löschfahrzeuge der Werkfeuerwehr rückten aus. Hinzu kamen die technische Einsatzgruppe sowie zwei Notärzte.

Das DRK war mit seinem Einsatzführungsdienst unter Leitung von Matthias Guski vor Ort. Folgende DRK-Einsatzformationen waren an der Übung beteiligt: Rettungsdienst, Schnelleinsatzgruppe Mitte, Bereitschaften der Ortsvereine Emmendingen und Teningen, Einsatzeinheiten 1 & 2 mit den Leistungsmodulen Führung, Betreuung, Logistik, Technik und Sicherheit. Hinzu kam das Kreisauskunftsbüro zur Registrierung der Hilfskräfte und der betroffenen Personen vor Ort.

Die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Emmendingen oblag Alwin Schlegel (Feuerwehrkommandant-Stellvertreter). Mit dabei das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Insgesamt etwa 40 Fahrzeuge waren an der Großübung beteiligt.

Alle Gebäude im ZfP sind komplett mit Rauchmeldern überwacht, wie Burst erläuterte. „Es ist daher kaum vorstellbar, dass ein ganzes Gebäude in Brand gerät“, führte er aus. 
Im Brandfall stelle die Evakuierung der Patienten die größte Herausforderung dar. Einige sind bettlägerig, andere leiden an Orientierungslosigkeit. „Unser Job ist es, die Patienten zu schützen!“, so der stellvertretender Leiter der Werkfeuerwehr.

Im Zuge der Qualitätssicherung hält die Werkfeuerwehr einmal im Jahr eine Übung ab. Dies geschehe in enger und sehr intensiver Zusammenarbeit mit dem DRK, führte Burst aus. „Wir sind, was Evakuierungskonzepte angeht, als Werksfeuerwehr gut aufgestellt!“, legte er dar.

Bei der Übung am Abend galt es, neben der Patientenversorgung und Evakuierung, den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen. Um diesen zu erzeugen waren vier Nebelmaschinen im Einsatz.
Ein Dachklappenfenster in dem Neubau öffnete sich bei der Rauchentwicklung automatisch. Wandhydranten auf den Stationen würden im Notfall eine rasche Wasserversorgung garantieren. Durch Trockenleitungen könnte die Feuerwehr die Hydranten direkt an den Einsatzorten mit Wasser speisen.

Schwierigkeiten bereiteten während der Übung die Funkverbindungen. Eine Problemlösung wird in der Nachbetrachtung erörtert werden.

Die vorübergehende Unterbringung der Verletzten geschah in der ZfP-Festhalle. „Etwa 20 Patienten, die ein Bett benötigen, können wir problemlos im Zentrum auffangen“, erklärte Burst. Im Notfall könnte das DRK in der Festhalle vier Zelte zur Erstversorgung aufstellen. 
Um 20 Uhr endete die Großübung. Zufrieden über den gelungenen Verlauf bauten die Einsatzkräfte ihre Ausrüstung zusammen und trafen sich zu einem ersten Austausch und einem Imbiss in der Festhalle.



Quelle: Bericht/Bilder regiotrends