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Auf Kurs für Gold, Silber und Bronze

19 Wehren aus dem Landkreis bei Prüfung für Leistungsabzeichen.

EICHSTETTEN. Konzentration, Sorgfalt, Schnelligkeit, aber auch Freude an der Teamarbeit standen im Vordergrund bei den Leistungsübungen in Bronze, Silber und Gold für die Feuerwehren des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, deren Gastgeber die Freiwillige Feuerwehr Eichstetten war. Das große Banner mit dem Slogan "Ehrensache! Ehrenamt! Eichstetten", das die Gäste schon von weitem begrüßte, galt dabei als Statement für alle teilnehmenden Wehren, die sich in den Dienst einer guten und so überaus wichtigen Sache stellen.


124463339Insgesamt 19 Feuerwehren des Landkreises nahmen mit einer Rekordzahl von 41 Gruppen an den Leistungsübungen teil, um die begehrten Abzeichen in Empfang zu nehmen. Das Szenario für die Bronze-Anwärter war eine offene Scheune, vor der gelagerter Sperrmüll in Brand geraten war. Das Feuer drohte durch ein offenstehendes Fenster auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Ein Mensch im ersten Obergeschoss musste abgeseilt werden. Für diesen Löschangriff hatten die Teilnehmer sieben Minuten Zeit. Die Silber-Prüflinge hatten ein zweigeschossiges Wohnhaus vor sich, in dessen Obergeschoss ein Feuer ausgebrochen war, das auf das Dach überzugreifen drohte. Die Löschwasserversorgung erfolgte über einen Löschteich. Hier durften sich die Prüflinge maximal acht Minuten Zeit lassen. Die Gruppen, die mit Gold nach Hause fahren wollten, bekamen die Aufgabe, den Brand in der Garage eines zweigeschossigen Wohnhauses zu löschen, wobei Schaum zum Einsatz kam. Im Obergeschoss machte sich eine Person bemerkbar, die um Hilfe rief und gerettet werden musste.

Feuerwehrleute müssen auch sich selbst schützen


Innerhalb von zwei Minuten mussten die Atemschutzträger ausgerüstet sein, ganze acht Minuten durfte der Löschangriff insgesamt dauern. Überschritt eine Gruppe diese Zeit, konnten sie die Prüfung wiederholen. Silber- und Goldanwärter hatten sich zusätzlich in der Technischen Hilfeleistung zu behaupten. Dabei musste ein eingeklemmter Mensch aus einem Fahrzeug gerettet werden. Allzu schnell durften die Wettkampfteilnehmer nicht sein, denn auch das gab Abzüge in der Gesamtwertung. Grund dafür sind die Unfallverhütungsvorschriften zum Schutz der Feuerwehrleute, die bei jedem Einsatz eingehalten werden müssen.

Bewertet wurden auch der einwandfreie Zustand des Löschfahrzeugs, die ordnungsgemäße Prüfung der Geräte, die Sauberkeit der Einsatzkleidung und das ordentliche Antreten als Mannschaft. Hier waren die Augen der Schiedsrichter gefordert, die sich als eingespieltes Team auf dem großen Übungsplatz erwiesen. Unter ihnen war voraussichtlich zum letzten Mal der 65-jährige Rudi Stiefel. Seit mehr als 20 Jahren übt der aus einer Feuerwehrfamilie stammende Ihringer sein Schiedsrichteramt aus. Auf die Frage, was ihm besonders daran gefällt, antwortete er ohne langes Überlegen: "Man bleibt der Jugend verbunden." Und die war ziemlich eifrig bei der Sache und genoss sichtlich die bestandenen Prüfungen nach dem wochenlangen Üben.

 

 

Quelle: bz-online / Bild: Christa Rinklin