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Übung dient der Betriebserkundung

Die neue Logistikhalle der Firma Textilpflege Wolfsperger in Emmendingen war Objekt einer Großaktion der Feuerwehr. 

Rund 60 Feuerwehrleute mit insgesamt acht Fahrzeugen aus Emmendingen, der Abteilungswehr Wasser und aus Teningen probten an der neuen Logistikhalle der Emmendinger Traditionsfirma Textilpflege Wolfsperger, den Ernstfall.

Alte Liebe rostet nicht, sagten sich die Mitglieder der Geschäftsleitung der Firma Wolfsperger und der Emmendinger Feuerwehr. Siegfried Wolfsperger, ehemaliges Mitglied der Geschäftsleitung, war 22 Jahre selbst aktiver Wehrmann in der Emmendinger Feuerwehr. "Unser Unternehmen hat eine hohe Brandlast, wir investierten daher im neuen Logistikgebäude mit 1500 Quadratmeter Logistikfläche in modernste Brandschutztechnik", sagt Stephan Wolfsperger. Zudem sei es im Ernstfall für alle Beteiligenden ein enormer Vorteil, wenn sich die Feuerwehrleute in den Betriebsräumen und der Umgebung auskennen.

122646086-p-590 450Im Übungsdrehbuch angenommen wurde, dass ein Lkw Schmutzwäsche anlieferte. Der Fahrer suchte kurz die Toilette auf, während dieser Zeit gab es eine Selbstentzündung der Wäsche auf dem Laster. Die Flammen griffen rasch auf das Gebäude über. "Das ist durchaus möglich, versichern Stephan Wolfsperger und Brandexperten.


Die Brandmeldeanlage schlug sofort Alarm. Inzwischen waren die ersten Wehrleute und Mitglieder der Jugendfeuerwehr eingetroffen. Sie sollten später bei der Rettungsaktion mitwirken. Die Jugendfeuerwehrleute Johannes Proski, Dennis und Jannik Bäumker übernahmen die Rolle der Mitarbeiter, die während einer Arbeitspause auf der Dachterrasse von dem Brand eingeschlossen wurden. Während der Übung lief der Betrieb für die etwa 80 Mitarbeiter weiter.

Gespanntes Abwarten, nichts tat sich. Plötzlich kam ein Funkspruch: In der Flüchtlingsunterkunft auf der Hochburg wurde Feueralarm durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Die Feuerwehrfahrzeuge wurden auf die Hochburg umgeleitet. Doch glücklicherweise erwies er sich als ein Fehlalarm.

Kurz nach 20 Uhr trafen dann die ersten Fahrzeuge der Emmendinger Feuerwehr ein. Zwischenzeitlich baute sich eine Konstellation von Sonne und dunklen Wolken auf, die das Betriebsgebäude fast wie eine Filmkulisse beleuchtete. Über die große Drehleiter der Emmendinger Feuerwehr wurde versucht, die Mitarbeiter auf der Dachterrasse zu retten. Gleichzeitig qualmte es heftig aus dem Gebäude während der Lkw schon gelöscht war.

Damit die Flammen nicht auf andere Gebäudeteile übergriffen, war Verstärkung notwendig. Die Teninger Feuerwehr wurde alarmiert und rückte mit dem Drehleiterfahrzeug und einen Tanklöschfahrzeug an. So viel Wasser aus den Hydranten wie benötigt wurde reichte in diesem Brandfall nicht aus. Es lag daher nahe, die Abteilungswehr aus Wasser zu alarmieren. Das Tanklöschfahrzeug der Abteilungswehr verfügt über eine Tragkraftpumpe und ist mit Schläuchen ausgerüstet, die es ermöglichen eine bis 400 Meter lange Schlauleitung zu verlegen. Aus der etwa 300 Meter entfernten Elz wurde von der Wasserer Abteilungswehr Löschwasser entnommen und auf eine Höhe von etwa 30 Metern gepumpt um die Dächer vorsichtshalber von oben zu wässern. Patrick Kleiser hatte in dieser Höhe dennoch keinen luftigen Job. Im Ernstfall herrschen in dieser Höhe große Hitze und Rauch, aus diesem Grund trug er die Atemschutzausrüstung. Seine Tochter, Feuerwehrfrau Vanessa, überwachte akribisch die Atemluft in den Druckluftflaschen ihrer Kameraden. Kurzfristig wurde entschieden, die eingeschlossenen Mitarbeiter auf der Dachterrasse über eine Steckleiter in Sicherheit zu bringen.

Zur Abschlussbesprechung ließ sich das Führungsteam der Firma Wolfsperger etwas besonders einfallen. Die Geschäftsleitung erwies sich auf der Laderampe als perfekte Gastronomen. Die Kommandanten der Wehren, Ralf Kesselring aus Emmendingen und Lars Stukenbrock aus Teningen sowie Jürgen Bauer von der Abteilungswehr in Wasser, lobten die hohe Effizienz während der gemeinsamen Übung und die reibungslose Zusammenarbeit.


Quelle: bz-online / Bild: D. Erggelet