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Fast jeden Tag ein Einsatz

Die Gesamtwehr der Feuerwehr Emmendingen blickte auf das Jahr 2015 zurück Ehrungen

Emmendingen. Was wäre die Stadt ohne ihre Feuerwehr?

Die Kameraden löschen nicht nur Brände und retten Menschen, sondern kümmern sich um auslaufende Kraftstoffe, sichern Unfallstellen oder befreien exotische Spinnen aus Bananenkisten eines Supermarkts. Für Emmendingen sind die Feuerwehrleute im wörtlichen Sinne die Männer für alle Fälle. Die Bedeutung ist also enorm. Und was allzu gerne vergessen wird: die Kameraden tun ihren Job ehrenamtlich.

 

Derzeit verfügt die Stadt über fünf Feuerwehrabteilungen mit 163 Männern und Frauen. Die größte ist die Kernstadtwehr Emmendingen mit ihren drei Truppenzügen. Dazu stellen die Ortschaften vier weitere Abteilungen. Gemeinsam bilden sie die Gesamtwehr.

Am Freitagabend fand in der Elzhalle deren Jahreshauptversammlung statt. Dabei blickte die Vorstandschaft auf das Jahr 2015 zurück. Fast alle aktiven Kameraden sowie ein Großteil der 44 Senioren und 49 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr nahmen daran teil.


Die Einsätze

„Im letzten Jahr wurde die Gesamtwehr Emmendingen durchschnittlich alle 28 Stunden und 45 Minuten alarmiert“, sagte Schriftführer Patrick Kleiser in seinem Bericht. Allein die der Kernstadtwehr Emmendingen sei 261 Mal im Einsatz gewesen. Die Abteilungen Mundingen (14), Maleck-Windenreute (14), Kollmarsreute (12) und Wasser (7) seien insgesamt 47 Mal ausgerückt. Spektakuläre Einsätze habe es laut Kleiser einige gegeben. Der Schriftführer nannte unter anderem den Brand in der Windenreuter Recyclingfirma (27. März), die zwei Wohnungsbrände in den Hochhäusern der Martin-Luther-Straße (29. April und 23. Juni) sowie die Verkehrsunfälle auf der Autobahn. Der ungewöhnlichste Einsatz war sicherlich die Gefangennahme einer exotischen Riesenspinne, die sich in einem Supermarkt in einer Bananenkiste befand.

 

Der Kommandant

Zufrieden mit der Situation in der Feuerwehr zeigte sich Kommandant Ralf Kesselring. Die Anzahl der aktiven Kameraden sei derzeit ausreichend, aber noch ausbaufähig „Wir könnten 20 bis 30 Mann mehr gebrauchen – gerne auch Quereinsteiger im Alter zwischen 18 und 50“, sagte der Kommandant. Der Stadtrat schätze die Arbeit der Kameraden. Der Feuerwehrbedarfsplan werde eingehalten. Ende Mai werde die Abteilung Kollmarsreute ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug bekommen. Und Ende September sei für die Kernstadtwehr ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 geplant. 2016 werde es eine neue Funkzentrale und einen neuen Einsatzleitwagen geben. „Die Freiwillige Feuerwehr spürt den Rückhalt seitens der Stadt“, sagte Kesselring abschließend.

 

Der Oberbürgermeister

„Wir wissen, dass wir uns auf Sie verlassen können“, rief Stefan Schlatterer in seiner Ansprache den Kameraden zu. Der OB wisse um die unglaubliche Vielfalt der Einsätze. „Man muss Leute haben, die es sich zutrauen, solch eine Situation zu sichern“, sagte der Rathauschef. Das Konzept stimme insgesamt. Schlatterer lobte zudem auch die Kameradschaft. Die Spendenaktion „Tom will leben“ habe gezeigt, dass sich die Feuerwehr Emmendingen nicht nur ausschließlich als Feuerwehr, sondern eben auch als Verein mit sozialem Auftrag verstehe. Neue Infos gab der OB auch zum geplanten Bau des Gerätehauses in Mundingen. Dort warte man derzeit noch auf die Baugenehmigung. Eine Privatperson habe geklagt. Dadurch habe sich der Zeitplan verschoben. Schlatterer bat um Geduld.

 

Das Rahmenprogramm

Im Rahmen der Versammlung wurden vier Feuerwehrmänner geehrt. Wassers Kommandant Jürgen Bauer wurde zum Oberbrandmeister befördert. Sein Mundinger Kollege Stefan Willaredt erhielt einer Beförderung zum Brandmeister. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurde zudem Alexander Meier geehrt. Eine Auszeichnung erhielt außerdem Walter Gräslin. Er ist seit 40 Jahren im Einsatz. Für die musikalische Begleitung der Versammlung sorgte erstmals die Stadtmusik Emmendingen. Nach der anderthalbstündigen Sitzung servierten die Feuerwehrleute aus Wasser Spätzle mit Geschnetzeltem. Auf diese Weise wurde noch einige Stunden die Kameradschaft gepflegt.

 

Quelle: Emmendinger Tor / Daniel Gorzalka