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Wasser Marsch im Wald von Wasser

Die Feuerwehren aus Wasser und Reute haben bei einer gemeinsamen Übung ihr Können unter Beweis gestellt.

WASSER/REUTE. Um 17.25 Uhr, also fünf Minuten zu früh, "um den Stressfaktor zu erhöhen", meldete Jürgen Bauer, Abteilungskommandant der Feuerwehr Wasser, "starke Rauchentwicklung am Waldgebiet Senden" an der B 3 kurz vor der Abzweigung nach Reute. Das war das Szenario der Übung am Samstag.

Bereits vier Minuten später traf der stellvertretende Kommandant aus Wasser und Einsatzleiter, Robert Bubber ein, weitere zwei Minuten später fuhr das erste Tanklöschfahrzeug in Position. Auch wenn bei dieser Übung die Geschwindigkeit nicht unbedingt eine Rolle spielte, konnten die Verantwortlichen mit dem Übungsbeginn sehr zufrieden sein – bereits zwei Minuten später begann das erste von letztlich drei Rohren Wasser hinter die durch ein Flatterband abgesteckte Brandgrenze zu spritzen.

Mit der "ganz im Kleinen vorbereitete Übung", so Bauer, wollte man die kritischen Probleme bei der Bewältigung einer typischen, bei Trockenheit auftretenden Gefahrensituation durchspielen. Unterstützung erhielten die Männer aus Wasser durch zwei Löschfahrzeuge mit Wassertanks unter Leitung des stellvertretenden Kommandanten Alwin Schlegel aus Emmendingen.


Auch deren Wasservorrat ging schnell zu Neige. Die knapp einhundert Zuschauer konnten nun die Bewältigung des zweiten Übungsziels für die Wehren beobachten: Die Einrichtung einer Tankerschleife vom nächsten Hydranten, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Da sich im Szenario der Waldbrand überraschend nach Südwesten ausdehnte, wurde die Feuerwehr Reute nachalarmiert und der Abschnitt Denzlinger Weg vom Kommandanten der Reutemer Feuerwehr und Abschnittsführer Michael Ruf übernommen. Deren Aufgabe: Bekämpfung des Brandherds von Süden her, Verhinderung einer weiteren Ausbreitung und die Herstellung einer Wasserversorgung aus einem offenen Gewässer.
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Über 750 Meter wurde vom Biotop auf der anderen Seite der K 5141 eine Schlauchverbindung zum Löschfahrzeug in Angriff genommen. Zwar besitzen die Reutemer speziell für Waldbrände einem 200 Meter langen Schlauch, die restlichen 550 Meter mussten aber aus einzelnen Schläuchen von zwanzig Meter Länge zusammengesetzt werden. Hier hakte es: Reichten die Schläuche? Stress kam auf. Schließlich konnten die Kameraden aus Wasser die fehlenden Schlauchmeter heranbringen, die Verbindung zwischen Pumpe und Tanklöschfahrzeug konnte hergestellt werden. Als zusätzliche Herausforderung stellte sich die Überquerung der K5141 dar, die eine Verkehrsunterbrechung und die Sicherung des Schlauchs durch Holzkeile erforderlich machte.

Jürgen Bauer war mit dem Ablauf der Übung weitgehend zufrieden. "Elementar ist das richtige Zusammenspiel der einzelnen Einheiten. Dazu gehört auch, dass man sich gegenseitig kennt und weiß, wie mit Stresssituationen umgegangen wird." Da durch die ständig steigende Arbeitsbelastung im Beruf bei vielen die Zeit für die in dieser Hinsicht wichtige Kameradschaftspflege als erstes auf der Strecke bleibe, würde diese immer wichtiger werden. Besonders freuten ihn die vielen Zuschauer – "eine große Anerkennung für die Aktiven". Beim abschließenden Lagerfeuer und Schälripple-Essen wurde die Übung nachbereitet.

Insgesamt waren aus Reute 32 Feuerwehrangehörige und 20 Jugendliche mit vier Fahrzeugen im Einsatz. Aus Wasser waren es 24 Mann, drei Jugendliche. Mit Unterstützung aus Emmendingen waren sechs Fahrzeuge vor Ort. Aus drei Rohren wurden über die Tankerschleife 18 000 Liter Wasser verspritzt.


Quelle: bz-online.de / Bild: B. Sommer