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Rauchmelder sind unverzichtbar JHV2015

Die Emmendinger Feuerwehr rückte vergangenes Jahr 261 mal aus

EMMENDINGEN. Full House bei der Feuerwehr im Gerätehaus. Dies ist auch ein Beleg für den Dank der Emmendinger Bevölkerung und die Wertschätzung der Arbeit, die die Feuerwehr verrichtet. "Wir wissen, dass wir uns als Emmendinger auf die Feuerwehr verlassen können", sagte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer und lobte die optimale Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Feuerwehr und bedankte sich auch für das hohe ehrenamtliche Engagement, wie es auch bei der Typisierungsaktion in Kollmarsreute zum Tragen kam.

Zwar sei die Sache nicht gut ausgegangen, dennoch zeige die Feuerwehr mit ihrer Organisationskraft, dass auch solche Sachen eine Selbstverständlichkeit sind.

"Die Feuerwehr Emmendingen wurde im Jahr 2015 durchschnittlich alle 33 Stunden und 30 Minuten alarmiert", führte Schriftführer Patrick Kleiser in seinem Jahresbericht für 2015 aus. Insgesamt sei die Kernstadtwehr im vergangenen Jahr 261-mal ausgerückt. Darunter zählte er 47 Brandeinsätze, 18 Menschenrettungen und 43 Öleinsätze. Zu den Aufgaben der Feuerwehr zählen aber auch 14 Einsätze, um Tiere zu retten und 35 Insekteneinsätze, darunter die Entfernung von Wespennestern.

"Bei den insgesamt 261 Einsätzen konnten 28 Personen gerettet werden. Für fünf Personen kam jede Hilfe zu spät, diese konnten leider nur tot geborgen werden. Davon konnten vier lediglich bei den Türöffnungen entdeckt werden. "Es ist keine einfache Geschichte", sagte OB Stefan Schlatterer dazu. Für ihn ist dies aber auch ein Hinweis darauf, dass die soziale Kontrolle nicht mehr so vorhanden sei wie früher. "Dies müssen wir ein Stück weit akzeptieren."

Zu den wichtigsten Einsätzen zählte Patrick Kleiser die Löschung eines Brandes einer Dachgeschosswohnung an frühen Neujahrsmorgen. Ende März brach in einer Lagerhalle auf dem Gelände einer Recyclingfirma ein Feuer aus, das nach anderthalb Stunden bereits unter Kontrolle war. Gleichzeitig verhinderte ein Gefahrgutzug, dass das Löschwasser in den Brettenbach gelangte. "Die Feuerwehren Emmendingen, Kollmarsreute und Maleck/Windenreute waren mit 70 Mann im Einsatz." Dann brannte es im 12. Obergeschoss in einem Hochhaus in Bürkle-Bleiche. Bei diesem Einsatz konnte die Feuerwehr sechs Personen retten. Nach drei Stunden war der Brand gelöscht. "Die Feuerwehr ist in der Lage auch anspruchsvolle Herausforderungen zu erledigen", sagte Kreisbrandmeister Jörg Berger. Dieser Alarm wurde durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Für Feuerwehrkommandant Ralf Kesselring zeigt es, wie lebenswichtig und unverzichtbar die Brandmeldeanlagen geworden sind. "Sie haben ihren Sinn." Insbesondere dann, wenn es glimpflich ausgeht. Sie funktionieren auch ohne Fehlalarm. Aber nicht jedes Piepsen stamme von einem Rauchmelder, manchmal stecke auch ein Radiowecker dahinter.

Zum Aufgabenbereich der Feuerwehr gehöre auch die Tierrettung. Eulen und Spinnen waren das Ziel von Einsätzen gewesen. Ralf Kesselring erinnerte aber auch an eine Katze, die zwischen Hauswand und Garagentor eingeklemmt war und die Feuerwehr mit schwerem Gerät ausrückte. Er ist sehr zufrieden über die Einsätze. Die Zusammenarbeit mit Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz habe auch gut funktioniert. Der Probenschnitt der Abteilung Emmendingen lag 2015 bei 83,4 Prozent. Alles in allem empfahl Ralf Kesselring ein "Macht weiter so!"


"Film" über die Feuerwehr bald im Emmendinger Kino


Auf der Hauptversammlung wurde Schriftführer Patrick Kleiser einstimmig wieder in sein Amt gewählt. Rechner Fabian Marquardt präsentierte die Zahlen für das Jahr 2015. Den Einnahmen in Höhe von 47 400 Euro standen Ausgaben von 46 100 gegenüber. Unterm Strich stand also ein Plus. "Wir haben alles richtig gemacht", so Ralf Kesselring.

Geld gab auch der Förderverein der Feuerwehr für Imagewerbung aus. Neben der Erstellung einer Homepage unter http://www.feuerwehr-erleben.de hat der Förderverein auch einen Film drehen lassen, der bald in das Emmendinger Kino kommt. Es ist ein kurzer Film, ein Versuch, neue Mitglieder und neue ehrenamtlich arbeitende Feuerwehrmänner und –frauen zu gewinnen.

Beförderungen: zum Oberfeuerwehrmann: Jan Bang, Marcell Eberl, Torben Künstle, Daniel Schmidt, Mark Sillmann; zum Hauptfeuermann: Ralph Bührer, Andreas Grafmüller; zum Oberlöschmeister: Ingo Bührer, Urs Volz; zum Hauptlöschmeister: Lutz Hess. Ehrungen für 15 Jahre Dienst: Ralph Bürer, Tim Ewald, Andreas Grafmüller, Urs Volz.


Quelle: BZ-Online.de / G. Voss