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Vier Verletzte und 250.000 Euro Schaden bei Wohnhausbrand

Bei einem Wohnhausbrand in der Karl-Bautz-Straße 8 ist in der Nacht zum Montag eine 50 Jahre alte Bewohnerin verletzt worden und ein Schaden von rund 250 000 Euro am Gebäude entstanden. Drei Feuerwehrangehörige zogen sich bei den mehrstündigen Löscharbeiten ebenfalls Verletzungen zu. Die Branduredache ist noch unbekannt.

 

Ein Mitbewohner meldete den Brand am späten Sonntagabend gegen 23.30 Uhr. Er war in der Wohnung der 50-Jährigen aus noch ungeklärten Gründen ausgebrochen. Die Flammen griffen rasch auf das gesamte Mehrfamilienhaus und das Nebengebäude mit angrenzender Werkstatt über. Der Emmendinger Kommandant Ralf Kesselring, der den nächtlichen Einsatz leitete, sprach gegenüber der BZ von einer "kompletten Zerstörung" des Hauses ab dem ersten Obergeschoss. "Das Feuer hatte sich sehr rasch in alle Richtungen ausgebreitet und drohte auch auf die Nachbarhäuser überzugreifen", so Kesselring. Durch die Decke des zweiten Obergeschosses fraß sich das Feuer schnell bis hinauf in den Dachstuhl. Immer wieder flammten neue Glutnester auf. Die Feuerwehr brachte das Feuer gegen 1.30 Uhr unter Kontrolle. Auch der Anbau im hinteren Teil des Gebäudes wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die verwinkelte Bauweise des Anwesens erschwerte den Einsatz der Löschkräfte.


Feuerwehr rettete auch eine Vogelspinne.

Insgesamt 95 Feuerwehrleute aus Emmendingen, Mundingen, Wasser und Teningen waren teilweise bis am frühen Morgen im Einsatz. Die Feuerwehr Teningen wurde hinzu alarmiert, um eine zweite Drehleiter zur Verfügung zu haben und die Nachbarhäuser mit einem Löschangriff von außen besser sichern zu können. Mit mehreren Rohren machten sich die Helfer an die Löscharbeiten, fünf Atemschutztrupps kämpften im Inneren des Hauses auf den verschiedenen Etagen gegen die immer mehr um sich greifenden Flammen an. Ralf Kesselring sprach gemessen an der Zahl der Einsatzkräfte und der Löschgeräte von einem Großbrand.

Der Rettungsdienst und die Ortsvereine des Roten Kreuzes aus Emmendingen und Teningen kümmerten sich mit 25 Einsatzkräften derweil um die Versorgung der Hausbewohner und später um die Verpflegung der zahlreichen Helfer. Zwei Bewohner konnten sich selbst, nur im Bademantel bekleidet, unverletzt ins Freie retten. Einer wurde im Schlaf vom Feuer überrascht. Die Feuerwehr musste die Wohnungstüre aufbrechen, um ihn zu bergen. Auch drei tierische Hausbewohner brachte die Feuerwehr laut Kesselring in Sicherheit: einen Hund, eine Katze und eine Vogelspinne.


Die 50-jährige Bewohnerin der in Brand geratenen Wohnung zog sich eine Rauchvergiftung und eine Schnittverletzung an der Hand zu. Bei den anstrengenden Löscharbeiten wurden laut Ralf Kesselring auch drei Feuerwehrangehörige verletzt. Ein Atemschutzträger erlitt wohl aufgrund der starken Belastung einen Kreislaufkollaps, ein Helfer wurde am Auge verletzt, ein weiterer wurde von einem herabstürzenden Holzbalken im Genick getroffen und ins Krankenhaus gebracht, das er zwischenzeitlich jedoch wieder verlassen konnte.

Das mehrgeschossige Wohnhaus ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Die dort lebenden Personen konnten andersweitig unterkommen, teilte die Polizei mit. In der Brandnacht machten sich auch Oberbürgermeister Stefan Schlatterer und Fachbereichsleiter Uwe Ehrhardt persönlich ein Bild vom Ausmaß des Schadens und regelten die Unterbringung der obdachlos gewordenen Hausbewohner. Ihnen wurde eine vorläufige Bleibe zur Verfügung gestellt. Auch Kreisbrandmeister Jörg Berger war vor Ort.

Der Großeinsatz der Feuerwehr dauerte bis in den frühen Morgen. Letzte Glutnester wurden noch bis gegen acht Uhr abgelöscht. Die zerstörte Wohnungseinrichtung wurde zum Ablöschen im Innenhof deponiert. Danach rückte die zehnköpfige Brandwache ab.

Noch ist unklar, wie und wo das Feuer ausgebrochen ist. Ralf Kesselring konnte dazu keine Angaben machen. Die Polizei forscht nach der Brandursache und hat das Gebäude versiegelt. Ein Brandsachverständiger soll die Beamten im Lauf der Woche bei der Ermittlung unterstützen, sagte eine Polizeisprecherin.

 

 

Quelle: BZ-Online.de / Bild: Feuerwehr Emmendingen / Video: Regiotrends.de